Was darf ich im Netz „klauen“ – CC und die TULLU-Regel

10. August 2018 /

Bevor Sie etwas im Internet downloaden UND veröffentlichen, gibt es klare Regeln: die TULLU-Regel. OER (Open Education Resources) ist Ihnen sicherlich schon ein bekannter Begriff, geht es doch darum, welche Inhalte (freies Bildungsmaterial) des Internets kann man weiterverwenden, ohne Urheberrechte zu verletzen. Freie und offene Bildungsressourcen sind nur deshalb frei und offen, weil sie mit entsprechenden Lizenzen versehen sind, die eine Weiternutzung ermöglichen. In diesem Blog geht es um 2 Begriffe: CC und die TULLU-Regel

CC oder Creative Commons-Lizenzen

Das konkrete Wissen über Creative Commons Lizenzen (im Zusammenhang mit urheberrechtlich geschützten Werken) hilft, Bilder und Werke von anderen Personen korrekt zu verwenden. Creative Commons ist eine Organisation und bietet Kürzel und Icons zum besseren Verständnis an.

CC-Search

Creative Search ist keine Suchmaschine, obwohl ein Suchbegriff eingegeben werden kann. Zuerst die Plattform auswählen, dann den Begriff suchen. Die Ergebnisse sind in der Folge nach den Lizenzangaben zu bewerten, ob sie auch und vor allem WIE sie verwendet werden können. So ist dieser Screenshot unter der Lizenz „Creative Commons Attribution 4.0 International License” auf der Webseite genannt.

TULLU-Regel

  • Link, wenn Sie Firefox für Creativ Search verwenden wollen.

 

Um mehr zu Creative Commons (CC) zu erfahren, empfehle ich:

 

Praktische Hinweise zu CC und in der Folge zu der TULLU-Regel

 

Photos For Class

TULLU-Regel

Ein sehr gern genutzter Link ist Photos For Class; Search now to download properly attributed, Creative Commons photos for school!

Wikimedia-Lizenzhinweisgenerator

Wenn Sie die Absicht haben, einen Wikipedia-Beitrag oder ein Bild daraus im Internet zu veröffentlichen, hilft der Lizenzhinweisgenerator erfolgreich:

  1. Geben Sie auf der Webseite den Wikipedia-Link ein.
  2. Bilder werden angeboten, wählen Sie aus und beantworten Sie die Fragen.
  3. In der Mitte oben steht z.B. „Kein Lizenzhinweis nötig“. Sie können aber weitere Rechtehinweise abrufen und jeweils die Fragen beantworten.
  4. Sie werden zuerst nach NUTZUNGSART gefragt: Wie möchten Sie das Bild nutzen? In einem Medium, das Betrachtern keine Hyperlinks bietet (z.B. Druckerzeugnis, Foliensatz). Online.
  5. Sie werden danach zum SAMMELWERK gefragt: Wie möchten Sie das Bild veröffentlichen? Zusammen mit anderen Werken? Einzeln.
  6. Im nächsten Schritt geht es um die BEARBEITUNG: Möchten Sie das Bild in bearbeiteter Form verwenden? Ja. Nein, ich möchte das Bild in seiner ursprünglichen Erscheinungsform nutzen.
  7. Zum Abschluss (FERTIG) erhalten Sie eine Zusammenfassung Ihrer Rechtehinweise:
    Großglockner1.jpg: DennisPeeters derivative work: Svíčková (talk), GroßglocknerSüdwest Beschreibungen, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons‘.
    Diese Rechtehinweise können Sie als Text, PlainText oder HTML übernehmen bzw. kopieren.

TULLU-Regel TULLU-Regel TULLU-Regel

Bilder-Rückwärts-Suche

Mit der Bilder-Rückwärtssuche können Sie schon vorhandene (downgeloadete) Bilder suchen, um nachträglich zu wissen, welche Lizenz beim Veröffentlichen anzuwenden ist. So zeigt die Bildersuche, wo überall dieses Bild bereits auftaucht bzw. gepostet wurde. NICHTS bleibt im Internet unentdeckt. Seien Sie vorsichtig!

 

Die TULLU-Regel

TULLU-Regel

TULLU setzt sich aus den Buchstaben T (Titel), U (Urheber) L (Lizenz), L (Link) und U (Ursprungsort) zusammen. Ein Auszug aus dem Link https://open-educational-resources.de/oer-tullu-regel/

„Die Bestandteile der TULLU-Regel

Titel – wie ist das Material benannt? Wenn ein Titel angegeben ist, sollte dieser genannt werden.

Urheber*in  – wer hat das Material erstellt? Der Name muss so angegeben werden, so wie ihn der/die Urheber*in genannt hat, auch wenn es sich um Nutzernamen, einen Gruppen-, Firmen- oder Vereinsnamen handelt.

Lizenz – unter welcher Creative Commons Lizenz ist das Material veröffentlicht worden? Die Lizenzversion muss mit allen Bestandteilen genannt werden (siehe Beispiel unten), dazu gehört auch die Versionsnummer und ggf. die Angabe, ob es sich um eine portierte (an die Gesetzgebung eines Landes angepasste) Version handelt.

Link zur Lizenz – wo ist der Lizenztext zu finden? Ein Link auf die Lizenz muss angegeben sein (bei Printprodukten wird der Link ausgeschrieben). Sehr unüblich, aber möglich ist es, anstelle eines Links eine Kopie des Lizenztextes mit dem Werk zu verbreiten.

Ursprungsort – wo ist das Material zu finden? Ein Link auf den Fundort ist notwendig, damit Nachnutzer*innen den Ursprung nachvollziehen können.“

Lesen Sie weiter im Link . Die Grafik zeigt die „Eselsbrücke“ zum richtigen Benennen Ihres Beitrags, den Sie im Internet veröffentlichen wollen. Nur so werden Sie weder abgemahnt noch mit einer Geldbuße bestraft werden.

Bildnachweis: Screenshots, Quellenangabe im jeweiligen Bild.

Verfasst von
Paul Kral ist Projektleiter von Connected Kids und ist maßgeblich am Erfolg der T-Mobile-Initiative beteiligt.

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