Was darf ich im Internet verwenden? OER

19. Januar 2018 /

Diesmal geht es um OER, die Verwendung von Materialien aus dem Internet und um Lizenzmodelle (CC). Dieses Thema ist deswegen so wichtig, da hohe Geldforderungen bei Missachtung zu bezahlen sind – das ist die negative Seite.

Die positive Seite: Nicht jedes Arbeitsblatt, jedes Foto, jedes Video, jedes Erklärvideo … muss EIGENSTÄNDIG erarbeitet werden. Vielmehr kann auf einen „erlaubten“ Pool zurückgegriffen werden. Das alles an der Schule teilen (kooperieren) bringt DIE Entlastung! Diese OER-Materialien helfen auch Eltern, ihre Kinder beim Lernen zu unterstützen.

Was ist OER?

Die UNESCO definiert ‚Open Educational Resources‘ wie folgt:

OER

  • Open Educational Resources sind Bildungsmaterialien jeglicher Art und in jedem Medium, die unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden.
  • Eine solche offene Lizenz ermöglicht den kostenlosen Zugang sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen.
  • Open Educational Resources können einzelne Materialien aber auch komplette Kurse oder Bücher umfassen. Jedes Medium kann verwendet werden. Lehrpläne, Kursmaterialien, Lehrbücher, Streaming-Videos, Multimediaanwendungen, Podcasts – all diese Ressourcen sind OER, wenn sie unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden.

 

Zur Definition von „Open“ in „Open Educational Resources“ – die 5 R-Freiheiten nach David Wiley

Der Begriff „open content“ beschreibt jegliches Werk im urheberrechtlichen Sinne, das so lizenziert ist, dass allen Nutzern kostenfrei und auf Dauer die folgenden 5V-Rechte eingeräumt werden (Quelle):

  • Verwahren/Vervielfältigen – das Recht, Kopien des Inhalts anzufertigen, zu besitzen und zu kontrollieren (z.B. Download, Speicherung und Vervielfältigung)
  • Verwenden – das Recht, den Inhalt in unterschiedlichen Zusammenhängen einzusetzen (z.B. im Klassenraum, in einer Lerngruppe, auf einer Website, in einem Video)
  • Verarbeiten – das Recht, den Inhalt zu bearbeiten, anzupassen, zu verändern oder umzugestalten (z.B. einen Inhalt in eine andere Sprache zu übersetzen)
  • Vermischen – das Recht, einen Inhalt im Original oder in einer Bearbeitung mit anderen offenen Inhalten zu verbinden und aus ihnen etwas Neues zu schaffen (z.B. beim Einbauen von Bildern und Musik in ein Video)
  • Verbreiten – das Recht, Kopien eines Inhalts mit Anderen zu teilen, im Original oder in eigenen Überarbeitungen (z.B. einem Freund eine Kopie zu geben oder online zu veröffentlichen)

 

Wo finde ich Open Educational Resources-Materialien?

In der folgenden Liste werden einige Quelle zum Finden entsprechender Materialien angefügt. Beim Hineinklicken in die einzelnen Links öffnen sich weitere Quellen – unglaublich viele Hinweise, die stetig wachsen.

OER bei der Virtuellen PH

Vorteil der Virtuellen PH: Sie hat 7 x 24 Stunden offen. Kompetenzerweiterung, Fort- und Weiterbildung vom Wohnzimmer aus. Von und mit der Virtuellen PH produzierte offene Lernressourcen sind: Schummelzettel, E-Learning 1×1, eLectures Take-away. Link.

OER im ZUM-Wiki (Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet)

Dieses WIKI hat sich zum Ziel gesetzt, das Internet als Lern- und Lehrhilfe für alle Schulformen und für die außerschulische Bildungsarbeit im deutschsprachigen Raum zu nutzen und zu gestalten. Das Angebot von ZUM umfasst heute neben einem Bereich mit HTML-Seiten zahlreiche Wikis sowie weitere Spezialangebote. Link.

OER – Information. Transfer. Vernetzung

OER  Die Website lässt eigene Themen suchen. Link.

OER – Austria Forum

  • OER – Austria Forum, Liste (aller) Webseiten, die in Österreich OER Unterrichtsmaterialien anbieten. Link.
  • OER – Austria Forum, deutschsprachige Angebote. Link.
  • OER – Austria Forum, im Geographieunterricht. Link.

 

OER im Englischunterricht

Im Rahmen der Projektarbeit hat Maria Haas OER-Materialien für den Englischunterricht gesucht und zusammengestellt. Link.

OER- Wegweiser

OER  Link.

OER – Bundeszentrale für politische Bildung (Deutschland)

Das Ziel ist einfach: Bildung für alle, Material von allen. Lernen und Lehren verändert sich – so auch in Bezug auf das Material, mit dem gelernt und gelehrt wird. Was haben LehrerInnen und SchülerInnen davon? Link.

OER bei ‚lehrer-online‘.

In vielen Fällen schränkt das Urheberrecht die Vervielfältigung und Bereitstellung von Materialien in digitaler Form im Internet oder dem Schulnetzwerk ein und bindet die NutzerInnen an die schriftliche Genehmigung durch den Urheber. Anders verhält es sich bei den Open Educational Resources. Freies Unterrichtsmaterial: Open Educational Resources & Creative Commons. Um alle Materialien nutzen zu können ist ein Anmeldung erforderlich. Link.

OER bei LMZ

OEER  Link.

Wer bisher noch nichts unter ‚Open Educational Resources‘ gefunden hat: eine weitere Chance

  Wo findet man freie Unterrichtsmaterialien?

15 Anlaufstellen im Netz.  Auf der Website dazu liest man die Qualitätskriterien:

Die Auswahl hier konzentriert sich auf Angebote für die Schule, macht aber zum Ende auch einen Schlenker in die Welt der Hochschule und des lebenslangen Lernens. Sie ist beschränkt auf Angebote, die auch im strengeren Sinne als „Open Educational Resources“ gelten können. Damit ist gemeint, dass die Inhalte – zumindest teilweise – mit maximal zwei Bedingungen angeboten werden: dass man den Urheber oder Rechteinhaber nennt (Kürzel: „CC BY“) oder sie zusätzlich unter gleichen Bedingungen weitergibt, wenn man sie veröffentlicht (Share-alike, kurz „CC BY-SA“). Link.

Auch in Twitter

Finden Sie ständige Informationen zu Open Educational Resources und verpassen Sie nichts, indem Sie einfach „Folgen“ auf den Hashtag klicken:  #OERde , @OERinfo

Quellen: Im Textverlauf angegeben.


Verfasst von
Paul Kral ist Projektleiter von Connected Kids und ist maßgeblich am Erfolg der T-Mobile-Initiative beteiligt.

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

1 Kommentar