Trends im Schuljahr 2018/19

14. September 2018 /

Es gibt sichtbare Trends im Schuljahr 2018/19. Nach und nach starten alle Lernenden und Lehrkräfte Österreichs in ein neues Schuljahr . Wir haben uns daher ein wenig umgesehen und einige aktuelle Neuigkeiten, Trends und Ideen im Bereich IT-Didaktik und eLearning zusammengetragen.

Trends im Schuljahr? – Die Digitale Grundbildung 

Die Digitalisierung beeinflusst und verändert alle Lebensbereiche. Mit der Einführung der neuen verbindlichen Übung „Digitale Grundbildung“ sollen Schülerinnen und Schüler in der NMS und in der Unterstufe der AHS auf diesen Wandel vorbereitet werden. Die verbindliche Übung hat zum Ziel die Schülerinnen und Schüler zur eigenständigen und reflektierten Nutzung digitaler Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien zu befähigen.

Die Inhalte des Lehrplans werden in folgenden acht Bereichen abgebildet:

  • Gesellschaftliche Aspekte von Medienwandel und Digitalisierung
  • Informations-, Daten- und Medienkompetenz
  • Betriebssysteme und Standard-Anwendungen
  • Mediengestaltung
  • Digitale Kommunikation und Social Media
  • Sicherheit
  • Technische Problemlösung
  • Computational Thinking

Wie und wie zeitintensiv die verbindliche Übung „Digitale Grundbildung“ umgesetzt wird, kann am jeweiligen Schulstandort autonom entschieden werden. Die Vermittlung kann sowohl in eigenständigen Fächern, integrativ im Fachunterricht oder in einer Mischform erfolgen. In Summe sind zwei bis vier Unterrichtsstunden hierfür in der Sekundarstufe 1 (NMS, AHS-Unterstufe) vorgesehen.

Weiterführende Links und Tipps:

 

Flipped Classroom und Flipped Learning

Trends im Schuljahr Bild CC0 by JuralMin, https://pixabay.com/de/youtube-webseite-seite-layout-1684601/

Als Flipped Classroom wird eine Unterrichtsmethode bezeichnet, bei der vor allem durch den Einsatz digitaler Medien der Unterricht im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf gestellt wird.

Anstatt den Großteil der Unterrichtsstunde damit zu verbringen Inhalte zu vermitteln, werden im Rahmen eines Flipped Classroom-Unterrichts die Inhalte via Lernvideos bereitgestellt. Die Lernenden sehen sich diese Videos (oftmals zuhause) an und erlernen so den neuen Inhalt. Der Input passiert im eigenen Tempo, wann man will und wo man will. Im Unterricht bleibt somit Zeit um Übungen durchzuführen. Die Lehrkraft wird zum Coach und kann individuell unterstützen.

Input- und Übungsphase werden also einfach räumlich und zeitlich getauscht – auf Englisch „flipped“.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Ausformungen und Entwicklungen dieses Ursprungskonzepts. Als Flipped Learning wird die konsequente Weiterentwicklung beschrieben. Flipped Learning ist ein Unterrichtskonzept zur Etablierung eines lern- und lernerInnenzentrierten Unterrichts mit und durch digitale Medien.

Auch wenn für viele Lehrkräfte Flipped Classroom – oder das erweiterte Konzept Flipped Learning – nichts ganz Neues ist, zeigen spannende Entwicklungenund neue Tools, dass dieses Konzept auch im Schuljahr 2018/19 interssant bleibt.

Weiterführende Links und Tipps:

  • ConnectKids stellt das Klassenzimmer auf den Kopf
  • Lernvideos leicht erstellt – Flipped Classroom
  • Flipped Classroom Austria: Ein flippiger Start ins neue Schuljahr – Tipps und Tricks zum Einstieg & Co
  • mysimpleshow – neues Tool: Erklärvideos im Browser in Minuten produzieren (Achtung: Classroom-Lizenz wählen)

Innovation in der Schule ist möglich, wenn wir uns trauen oder wie Helmut Qualtinger sagte:

Wer auf frischen Wind wartet, darf nicht verschnupft sein, wenn er kommt.

Bildnachweis: Foto Credit via Pixabay

Verfasst von
Stefan Schmid ist ausgebildete Lehrkraft im Fachbereich Information und Kommunikation und Mitbegründer der Initiative Flipped Classroom Austria. Als Hochschullehrkraft und Vortragender beschäftigt er sich mit eDidaktik, eLearning sowie Financial literacy an unterschiedlichen Hochschulen sowie für Banken, NPOs, Kammern sowie in der Lehrkräftefortbildung.

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