Stopline: Gemeinsam gegen Kinderpornografie im Netz

13. Juni 2016 /

stop-863665_1280Stopline ist die Meldestelle im Internet, an die man sich (anonym) wenden kann, wenn man beim Internet-Surfen auf Kinderpornografie oder nationalsozialistische Inhalte trifft. Über die Eingabe in ein einfach auszufüllendes Meldeformular kann man gemeinsam für ein sicheres Internet sorgen.

Im Jahr 2015 wurden 5.849 vermeintlich illegale Inhalte im Internet bei der Meldestelle gemeldet. Das waren zwar knapp 2.000 weniger als 2014, die Qualität der Meldungen stieg jedoch: Nicht nur der Anteil an bearbeitbaren Meldungen war größer, auch der Prozentsatz der tatsächlich zutreffenden Meldungen lag mit 13 Prozent etwas höher als im Vorjahr. Von den insgesamt 5.846 gemeldeten Inhalten waren 13 Prozent tatsächlich illegal (2014: 12 Prozent). Den Großteil der als zutreffend eingestuften Meldungen (94 Prozent) stellten kinderpornografische Inhalte dar. Auffallend war 2015, dass der Anteil der tatsächlich nationalsozialistischen Inhalte sowohl prozentuell (6%) als auch in absoluten Zahlen (34 Inhalte) etwas höher als 2014 war. Normalerweise werden solche Inhalte in Ländern gehostet, wo die Gesetzeslage das Veröffentlichen zulässt. Insofern führen schon seit Jahren die USA, diesmal gefolgt von Kanada und den Niederlanden, die Liste der häufigsten Herkunftsländer illegalen Materials an. Umso überraschender war, dass im Vorjahr ein nationalsozialistischer Inhalt in Österreich gehostet wurde. Doch auch hier galt genauso wie bei den fünf Fällen von Kinderpornografie auf österreichischen Servern: Die Meldekette funktionierte so rasch und reibungslos, dass die Inhalte innerhalb kürzester Zeit aus dem Internet entfernt waren.

INHOPE: Weltweite Zusammenarbeit gegen Kinderpornografie im Netz
Da 99 Prozent der bei Stopline gemeldeten illegalen Inhalte im Ausland gehostet werden, ist die weltweite Zusammenarbeit unumgänglich. Sie geschieht über die Hotline-Vereinigung INHOPE, deren Meldestellen in ihrem jeweiligen Land dafür sorgen, dass Kinderpornografie schnellstmöglich aus dem Internet entfernt wird. „2015 haben wir in 713 Fällen eine der 48 internationalen Partner-Hotlines kontaktiert“, erklärt Barbara Schloßbauer. INHOPE-Hotlines sind in 47 Ländern der Welt vertreten.


Stopline bietet zahlreiche Sicherheitstipps

für Eltern, Lehrende und Interessierte an.

Nur gemeinsam können wir für ein sicheres Internet kämpfen.

Verfasst von
Sie ist Jugendschutzbeauftragte von T-Mobile und verantwortet den gesamten Kids Blog.

Kommentare sind geschlossen.