Sicherheitsreport: 84 Prozent aller Kinder im Internet

16. Januar 2015 /

Das Internet gehört inzwischen in den Familien zum Alltag. 84 Prozent der Eltern mit Kindern zwischen 6 und 17 Jahren geben bei einer Umfrage für den „Sicherheitsbericht 2014“ zu Protokoll, dass zumindest eines ihrer Kinder das Internet nutzt. Allerdings geben viele Eltern auch zu, dass sie nicht genau wissen, was ihre Kinder im Internet tun. Zwar haben 50 Prozent das Gefühl, einen guten Überblick über die Aktivitäten ihrer Kinder im Internet zu haben. Fast genauso so viele – 49 Prozent – räumen aber ein, dass sich die Internetaktivitäten ihrer Kinder nur schwer überblicken lassen. Mit zunehmendem Alter der Kinder sinkt dabei die Überzeugung der Eltern, das Tun ihres Nachwuchses zu überblicken. Eine Rolle spielt auch der Bildungshintergrund der Eltern. Je höher die eigene Bildung, desto eher sind die Eltern auch zuversichtlich, das Treiben ihrer Kinder im Internet überschauen zu können. Von den Eltern mit einfacher Schulbildung, also mit höchstens einem Hauptschulabschluss, haben nur 42 Prozent den Eindruck, darüber Bescheid zu wissen, was ihre Kinder im Internet tun. Von den Eltern mit höherer Schulbildung, also (Fach-) Abitur, sind es 58 Prozent.

Soweit es um die Aufklärung der Kinder und Jugendlichen über die Risiken und Gefahren im Internet geht, sieht die deutsche Bevölkerung in erster Linie die Eltern, an zweiter Stelle Schulen und Lehrer in der Verantwortung. Gebeten, vier mögliche Gruppen, welche Verantwortung für die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen über Cyberrisiken übernehmen könnten, in eine Rangfolge zu bringen, nennen 82 Prozent der Bürger die Eltern an erster Stelle, 13 Prozent platzieren die Eltern an zweiter Stelle. Auf Platz eins oder zwei der Verantwortung stufen somit 95 Prozent der Bevölkerung die Eltern ein. An zweiter Stelle werden mit 57 Prozent mehrheitlich Schulen und Lehrer gesehen, 6 Prozent sehen sogar die größte Verantwortung bei Schulen und Lehrern. Den Anbietern von Dienstleistungen im Internet, z. B. von sozialen Netzwerken oder E-Mail-Diensten, sowie den Kindern und Jugendlichen selbst wird nur von einer Minderheit eine besondere Verantwortung zugeschrieben.

Die Eltern sind sich einer Vielzahl von Risiken bewusst, denen ihre Kinder im Internet ausgesetzt sind. Am meisten beunruhigt die Eltern, dass ihre Kinder im Internet zu viel von sich preisgeben und zu lange online sein könnten: Jeweils zwei von drei Eltern machen sich darüber Sorgen. 62 Prozent machen sich darüber Sorgen, dass Kriminelle über Chats oder Foren Kontakt mit ihren Kinder aufnehmen könnten, 58 Prozent, dass Fotos der Kinder ohne deren Wissen ins Internet gestellt werden könnten. 56 Prozent machen sich Sorgen, dass ihr Kind im Internet gemobbt werden könnte. Auch Gewaltvideos, Pornografie und der illegale Download von Musik und Filmen beschäftigen jeweils die Hälfte der Eltern.

Tatsächlich schlechte Erfahrungen gemacht haben nach Einschätzung der Eltern hingegen deutlich weniger ihrer Kinder. Noch am häufigsten haben Eltern den Eindruck, dass ihre Kinder zu viel Zeit im Internet verbringen (36 Prozent), sich auf falsche Informationen aus dem Netz verlassen (28 Prozent) und zu viel von sich preisgeben (23 Prozent). Jeweils rund ein Fünftel der Eltern berichtet zudem davon, dass ihre Kinder pornografische Filme oder Gewaltvideos gesehen sowie illegal Musik oder Filme heruntergeladen haben. Das Thema Cybermobbing spielt nach Wahrnehmung der Eltern eine untergeordnete Rolle: 12 Prozent berichten davon, dass eines ihrer Kinder schon im Internet gemobbt wurde. Insgesamt geben 72 Prozent der Eltern zu Protokoll, dass ihre Kinder schon mindestens eine der 13 Erfahrungen gemacht haben. 26 Prozent sagen, dass ihre Kinder noch keine der 13 Gefahren erlebt bzw. gemacht haben. Um Eltern zu unterstützen, hat T-Mobile das Produkt “Kinderschutz” entwickelt. Es hilft, Kinder am Smartphone und Tablet vor gewalttätigen, pornografischen und anderen schädlichen Inhalten zu schützen sowie unerwünschte Apps zu blockieren. Digitale Medien und Smartphone und Co. können das Leben und Lernen der Kids ungemein bereichern und bieten große Chancen wie Aktivierung beim Erarbeiten von Wissen, Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer und viele mehr (Eindrücke im 0676 Blog über die “Connected Kids”).

Der Sicherheitsreport 2014, den das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Telekom erstellt hat, stützt sich auf 1.503 Interviews mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung Deutschlands im Alter ab 16 Jahren. Die Studie beleuchtet den “Sorgenkatalog“ der Deutschen Bundesbürger im Allgemeinen. Hier finden Sie den vollständigen Sicherheitsreport 2014.

Weiterführende Informationen zu Kinderschutz für Kunden bei T-Mobile und tele.ring:
Kinderschutz am Handy leicht gemacht
Schutz für Tablets in Kinderhänden

Verfasst von
Sie ist Jugendschutzbeauftragte von T-Mobile und verantwortet den gesamten Kids Blog.

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