Sechs Methoden um die Informationsflut zu begrenzen

28. Januar 2015 /

Die digitale Informationsflut wächst jährlich. Wir stellen sechs Methoden vor, um diese Informationen effektiv zu filtern.

InformationsflutIm Umgang mit der Informationsflut sind die folgenden Voraussetzungen zu beachten:

  • Es gibt mehr relevante Informationen, als wir lesen können.
  • Die Quellen (Websites, Kolleginnen und Kollegen, usw.) für diese Informationen unterliegen einem ständigen Wandel.
  • Ein System, das diese Informationen für uns erfolgreich filtert, muss daher immer wieder nachgebessert werden.

1. Filter in sozialen Netzwerken: Facebook, Google+ und Twitter

Die Anzahl der Beiträge in den sozialen Netzwerken steigt ständig. Alle relevanten Nachrichten können nur mit hohem Zeitaufwand durchgesehen werden. Daher bieten die sozialen Netzwerke Filter an, mit denen eine Auswahl an Nachrichten dargestellt wird. Die Filter zeigen jene Freunde bzw. Firmen an, die  in Listen eingeordnet sind.

Diese Listen stellen Meldungen aus einer Kategorie dar, z.B. Kolleginnen und Kollegen, Familie, Fachexperten etc. und können gezielt durchsehen werden.

Das Nutzen von Listen ist vor allem bei Facebook wichtig, da das Netzwerk nicht alle Posts von Freunden, sondern nur eine von Facebook aufgrund eines Algorithmus berechnete Vorauswahl anzeigt. Twitter bietet dafür Twitter-Listen und in Google+ erfolgt die Zuordnung in Kreise.

2. Personalisierte Online-Magazine

Eine übersichtliche Darstellung ausgewählter online Informationen bieten personalisierten Online-Magazinen. Es handelt sich dabei um ein „Informations-Cockpit“. Dort können z.B. Artikel aus Zeitungen, neue Blogposts und Meldungen aus sozialen Netzwerken dargestellt werden. Diese Online-Magazine sind mit Apps auf nahezu allen mobilen Geräten wie Handys und Tablets verfügbar.

Die verbreitetsten Tools sind Flipboard und Scoop.it!. Netvibes bietet ähnliche Funktionen als Startbildschirm für alle mit dem Internet verbundenen Geräte. Dieses Dashboard zeigt unterschiedliche Nachrichten und RSS Feeds an, sowie unzählige Apps, wie z.B. für Wetter und Statistiken.

Personalisierte Online-Magazine bieten einen guten und optisch sehr ansprechenden Überblick über Informationen. Sie sind geeignet um weniger als 50 bis 100 Datenquellen im Überblick zu behalten. Mehr Datenquellen werden in Online-Magazinen unübersichtlich dargestellt und es ist notwendig, eine andere Methode zu wählen: RSS Feeds.

3. RSS Feeds

RSS (Really Simple Syndication) ist ein Format zur strukturierten Veröffentlichung von Änderungen auf Webseiten in einem standardisierten XML-Format, das wie ein Nachrichtenticker funktioniert. Wenn man einen Blog oder eine Nachrichtenseite öffnet, kann man den RSS Feed kopieren und in einen RSS Reader einfügen. Im RSS-Reader werden dann alle neuen Artikel der abonnierten Seiten in einer gemeinsamen Übersicht dargestellt.

Mit RSS Feeds können auch hunderte von Webseiten in einem vertretbaren Zeitaufwand beobachtet und interessante Artikel gefunden werden. Feed Reader sind auch als Apps für mobile Geräte verfügbar, wie z.B. Feedly. Besonders zeiteffizient sind diese Tools, wenn man die gefundenen Artikeln zum „später Lesen“ in Apps speichert und dort liest, beispielsweise in Pocket oder Instapaper.

4. Kollaborative Online-Plattformen

Ein Teil unserer Informationsflut besteht aus E-Mails mit angehängten Dokumenten und Statusaktualisierungen zu diesen Dateien. Mit  Projektplattformen kann für alle Beteiligten Zeit und Transparenz gewonnen werden.

Google Drive (für nicht-sensible Daten) ist ein guter Startpunkt zum kostenlos Ausprobieren der Online-Zusammenarbeit. Google Tabellen funktioniert ähnlich wie MS Excel (Einführung zu Google Text und Tabellen).

5. E-Mail Filter

Eine der größten „Informationsschleudern“ sind E-Mails. Im Umgang damit sind zwei Strategien sinnvoll.

  1. Weniger E-Mails erhalten z.B. durch Projektplattformen, neue E-Mail-Regeln und alternative Informationskanäle sowie
  2. die systematische Bearbeitung und Ablage.

E-Mails können auf Basis von vordefinierten Regeln automatisch in einen Ordner verschoben werden. Beispiele dafür sind Newsletter oder alle Mitarbeiter einer bestimmten Firma. Diese Ordner können dann schnell und gezielt durchgeschaut werden. In Outlook können E-Mails mit Hilfe von Regeln automatisch verarbeitet werden. Im alternativen E-Mail-Programm Thunderbird funktioniert dies mit Filtern und in den meisten Online-E-Mail-Programmen wie Gmail oder GMX ist diese Funktion unter „Einstellungen“ verfügbar.

6. Zeitungen und Zeitschriften

Die Redakteure von Zeitungen und Zeitschriften haben für uns in der Vergangenheit eine Vorauswahl und Aufbereitung der meisten relevanten Informationen getroffen. Mit der verbreiteten Nutzung des Internets verändert sich diese Situation. Zeitungen sind nicht mehr die einzige und oft wichtigste Quelle für Informationen.

Dennoch ist es sinnvoll diesen „Filter“ Zeitungen auch weiterhin zu nutzen, da hier eine redaktionelle Auswahl und Aufbereitung der Inhalte erfolgt. Die online Versionen der Zeitungen ermöglichen uns verschiedene Rubriken, wie Politik, Sport und Regionales aus unterschiedlichen Zeitungen zu abonnieren. Beispielsweise in Form eines personalisierten Online-Magazines oder mit RSS Feeds. Damit können wir die alte Informationsquellen wie Zeitungen mit neuen Tools an unsere Informationsbedürfnisse anpassen.

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