Arbeit 4.0 – Schule 4.0 und Connected Kids

20. Oktober 2017 /

Arbeit 4.0 – Schule 4.0. Jetzt wird’s digital –  Connected Kids seit nunmehr 4 Jahren für rund 8.000 Schüler/innen aller Schularten.

Wenn man über die Arbeit des 21. Jahrhunderts – Arbeit 4.0 – nachdenkt, stößt man immer auf die Aussage „Wir müssen Arbeit neu denken“ und verbindet dies mit „Ohne digitalen Kompetenzen wird das nicht mehr funktionieren“. Damit sollen wohl alle Probleme gelöst werden. Wo sieht die Bildung ihre Aufgabe auf dem Weg zu dieser digitalen Transformation?

Es gibt sie noch immer: Schulen, die viel reproduzierbares, planbares, wiederholbares Wissen im Lehrplan haben, unterschiedliche Talente und Fähigkeiten nicht ausschöpfen und zur Entfaltung bringen. Geht es um einen dynamischen Wissenserwerb, dann ist beim Lernen das selbstständige und kritische Beurteilen der Inhalte weitaus wichtiger als das in alten Bildungsidealen vorherrschende Reproduzieren und Auswendiglernen. Ebenso Teamlernen, Collaboration, Diversität leben, Netzwerke nutzen, Recherchen durchführen u.a.  Das Wort, der Begriff „Digitalisierung“ wird die Welt in der wir leben, die Art wie wir arbeiten, unsere Freizeit gestalten, miteinander kommunizieren und uns informieren alleine nicht ändern. Die sich rasant ändernden Technologien hingegen verändern Gesellschaft, den Alltag und in hohem Maße Bildung und daher die Schule. Wie wollen damit umgehen, wie gestalten?

Wie bereiten wir uns als Gesellschaft darauf vor? Welche Fähigkeiten, welches Wissen erfordert die Arbeitswelt von morgen? Connected Kids hat eine erste Antwort darauf gefunden und geht mit Schulen den ersten digitalen Schritt – vergleichbar einem Teaser für einen Blockbuster. Man sieht, spürt, erahnt was möglich wird, man macht die ersten Erfahrungen und hat Lust auf mehr. Doch EINES bleibt: Die Zukunft ist digital. Um sie mitgestalten zu können, sind nicht nur Innovation und Kreativität wichtig, sondern auch technisches Know-how. Aufgabe der Schule ist es, den Jugendlichen das nötige Werkzeug an die Hand zu geben, um auf die zukünftigen Entwicklungen und Herausforderungen vorbereitet zu sein. Diese pädagogische Herausforderung wir Schule annehmen müssen.

Digitalisierungsstrategie „Schule 4.0“ – BMB

Mit der Digitalisierungsstrategie „Schule 4.0“ legt das Bundesministerium für Bildung (BMB) ein umfassendes Konzept vor, das – gestützt auf vier Säulen – die gesamte Schullaufbahn umfasst. Mit der Umsetzung der Strategie erwerben alle Schülerinnen und Schüler in Österreich digitale Kompetenzen und lernen, sich kritisch mit digitalen Inhalten auseinanderzusetzen.

  • Säule 1 – Digitale Grundbildung ab der Volksschule
  • Säule 2 – Digital kompetente Pädagog/innen
  • Säule 3 – Infrastruktur und IT-Ausstattung
  • Säule 4 – Digitale Lerntools

Connected Kids – selbst ein zertifizierter eEducation-Partner zum BMB – unterstützt „Schule 4.0“. Um die Zielsetzung auch den BLOG-Leser/innen näher zu bringen, werden die 4 Säulen in der Folge beschrieben:

Säule 1  „Schule 4.0“- Digitale Grundbildung ab der Volksschule

Volksschule

Bereits in der Volksschule wird spielerisch der Umgang mit Medien und Technik vermittelt. Das Unterrichtsprinzip Medienbildung – verankert im gesamten Lehrplan – wird fächerübergreifend und projektorientiert unterrichtet. Digitale Grundbildung wird in den Fachlehrplänen verankert, wobei der Schwerpunkt auf der dritten und vierten Schulstufe liegt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen Nachweis über ihre erworbenen Fähigkeiten in Form eines Sammelpasses.

Sekundarstufe I

  • Am Ende der achten Schulstufe sollen Jugendliche informatische Grundkenntnisse sowie den Umgang mit Standardprogrammen beherrschen. Zweiter Schwerpunkt ist die Vermittlung von Medienkompetenz, wie beispielsweise das Recherchieren und Bewerten von Informationen sowie der kritische Umgang mit sozialen Netzwerken.
  • Von der fünften bis zur achten Schulstufe wird daher eine verbindliche Übung »Digitale Grundbildung« mit eigenem Lehrplan im Ausmaß von 2 bis 4 Wochenstunden eingeführt. Ob die Umsetzung integrativ in bereits bestehenden Fächern oder als eigener Gegenstand erfolgt, wird schulautonom entschieden.
  • Zur Überprüfung des Lernerfolgs erfolgt in der achten Schulstufe eine Messung der digitalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler (»digi.check«).

 

Säule 2 „Schule 4.0“ – Digital kompetente Pädagog/innen

Um digitale Inhalte vermitteln und wirksam im Unterricht einsetzen zu können, braucht es gut ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen. Künftig erwerben daher alle neu einsteigenden Lehrpersonen standardisierte digitale Kompetenzen, die sie in Form eines Pflichtportfolios, bestehend aus drei Komponenten, nachweisen:

  • Digitaler Kompetenzcheck (digi.check) am Beginn der Berufseinstiegsphase
  • Absolvierung eines modularen Lehrgangs im Ausmaß von 6 ECTS für digitale Fachdidaktik innerhalb von 3 Jahren ab Schuleintritt
  • Reflexion der eigenen Lehrtätigkeit in einem digitalen Portfolio
  • Im Beruf stehende Pädagog/innen und Pädagogen können die Fort- und Weiterbildungsangebote im Rahmen des Lehrgangs ab 2017/18 besuchen. Zusätzlich werden die Angebote der Virtuellen Pädagogischen Hochschule ausgebaut und innovative Formen der Weiterbildung wie z.B. im Zuge von »eEducation« und »Mobile Learning« forciert.

 

Säule 3 „Schule 4.0“ – Infrastruktur und IT-Ausstattung

Moderne Infrastruktur ist eine wichtige Voraussetzung für digitale Bildung. Ziel des BMB ist es, die Versorgung aller Schulen mit Breitband und aller Klassenzimmer mit WLAN bis 2020/21 sicherzustellen.

Gemeinsam mit den Schulerhaltern hat das BMB Empfehlungen für eine Basis-IT-Infrastruktur an Schulen ausgearbeitet. Sie bieten die Grundlage für einen Entwicklungsplan zum Ausbau der technischen Infrastruktur an den Schulen. Zur Förderung der Anbindung der Pflichtschulen an das Breitbandinternet ist in Zusammenarbeit mit dem BMVIT ein spezieller Schwerpunkt im Rahmen der Breitbandinitiative geplant.

 

Säule 4 „Schule 4.0“ – Digitale Lerntools

Um digitale Inhalte vermitteln zu können, brauchen die Pädagoginnen und Pädagogen einfachen und kostenfreien Zugang zu Lehr- und Lernmaterialien. Mit der Eduthek wird ein Portal für digitale Lehr- und Lernmaterialien geschaffen. Sie bündelt eine Vielzahl an Content- und Medienangeboten und macht sie über einen zentralen Einstieg zugänglich. Das inhaltliche Angebot soll Lehr- und Lernmaterialien, pädagogisch empfohlene Apps und Spiele sowie innovative Tools für moderne Unterrichtsformate umfassen.

Umsetzung „Schule 4.0“

Die Ausrollung der digitalen Strategie startet im Schuljahr 2017/18. Die stufenweise Umsetzung des neuen Gegenstands in der Sekundarstufe startet mit einem Piloten an innovativen Schulen des eEducation-Netzwerks.

Connected Kids – ein verlässlicher Partner auf der „digitalen Roadmap“

Die „digitale Roadmap“ ist skizziert. Jetzt bedarf es der politischen Entscheidungen und der finanziellen Bedeckung. Connected Kids wird unabhängig von der „digitalen Roadmap“ weiteren Schulstandorten Tablets zum Kennenlernen der digitalen Zukunft im Klassenzimmer zur Verfügung stellen. Wir freuen uns auf ihre Anmeldung für das Schuljahr 2017/18.

   Schule 4.0

 

WENDE.
Es gibt Bewegung. Diese Bewegung ist aber nicht erzwungen.
Es ist eine natürliche Bewegung, die sich von selbst ergibt.
Darum ist die Umgestaltung des Alten auch ganz leicht.
Altes wird abgeschafft,
Neues wird eingeführt,
beides entspricht der Zeit und bringt daher keinen Schaden.

(I Ging)

Verfasst von
Paul Kral ist Projektleiter von Connected Kids und ist maßgeblich am Erfolg der T-Mobile-Initiative beteiligt.

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