5 Herausforderungen die neue Technologien für Lehrer mit sich bringen

01. Mai 2015 /

neue Technologien - 1024px-Diane_Coyle_at_work_with_Apple_laptop-9Oct2009Wenn wir das erste Mal neue Technologien benutzen, werden wir häufig vom Gefühl der Überforderung überwältigt. Auch Lehrerinnen und Lehrer die mit Begeisterung neue Technologien verwenden sind immer wieder mit dieser Situation konfrontiert.

Die meisten Argumente die gegen den Einsatz neuer Technologien im Unterricht sprechen, lassen sich mit den folgenden fünf Punkt zusammenfassen. Um sie zu lösen müssen nicht nur alle zusammen arbeiten sondern vor allem die Lehrenden mehr Unterstützung erhalten.

Die fünf größten Probleme die neue Technologien für Lehrerinnen und Lehrer mit sich bringen

1. Es braucht Zeit um neue Technologien zu erlernen
Auch Lehrerinnen und Lehrer wachen nicht eines Morgens auf und haben plötzlich alles Wissen im Umgang mit neuen Technologien gelernt. Sie müssen sich dieses Wissen entweder im Selbststudium oder durch Trainings aneignen, die nur zum Teil angeboten werden. Aber Lehrerinnen und Lehrer sind schon jetzt viel beschäftigt und träumen nicht von einem weiteren Punkt auf ihrer Agenda.

2. Die Schüler nutzen neu Technologien oft nicht wie geplant
Wenn die Schülerinnen und Schüler Smartphones oder Tablets nutzen können, eröffnet das einerseits viele kreative Möglichkeiten im Unterricht. Anderseits werden diese neuen Technologien von ihnen auch genutzt um sich im Unterricht mit unterrichtsfernen Themen zu beschäftigen oder sogar den Unterricht zu stören. Dadurch erhöht sich für Lehrerinnen und Lehrer die Komplexität des Unterrichts um einen weiteren Punkt.

3. In den Schulen fehlt oft die Infrastruktur für neue Technologien
Wenn eine Lehrerin oder ein Lehrer eine vollständig web-basierte Stunde vorbereitet und dann funktioniert das Internet nicht, ist das für alle Beteiligten ein frustrierendes Erlebnis. Aber Schulen sind oft deutlich schneller beim Einführen neuer Technologien als bei der Investition in neue Infrastruktur.

4. Die Kosten für neue Technologien können Schüler ausschließen
Die Kosten für neue Technologien werden oft aus dem bestehenden Budget getragen. Damit haben andere Aufgaben und Projekte weniger Geldmittel. Wenn die Kosten für neue Technologien von den Eltern der Schüler übernommen werden, kann das zur Ausgrenzung von Schülern führen, die sich diese Anschaffung nicht leisten können.

5. Der pädagogische Nutzen von neuen Technologien ist nicht immer sichtbar
Lehrer sind es gewohnt die Dinge in der ihnen vertrauten Art und Weise zu tun. Eine Person davon zu überzeugen, dass sie die Dinge anders machen soll – und noch dazu mit neuen Technologien – ist eine Herausforderung. Wenn die Lehrenden keinen klar erkennbaren pädagogischen Nutzen für sich und ihre Schüler sehen werden sie ihre Arbeitsweise nicht ändern. Selbst wenn ein klarer Vorteil erkennbar ist, stellt sich die Frage ob der Aufwand den Nutzen überwiegt.

Lehrerinnen und Lehrer sind oft Problemlöser, bereit neue Lösungen und Wege für organisatorische und inhaltliche Herausforderungen zu finden. Aber bei der Lösung von vielen Problemen im Umgang mit neuen Technologien, ist es notwendig, dass sie mehr Unterstützung erhalten.

Best Practice zur Inspiration
Der Beitrag Projektvorstellung: “Inklusion mit iPads” zeigt, wie in deutschen Volksschulen und Föderschulen iPad-Klassensätze für Medienprojekte und Unterrichtsvorhaben einsetzen. Der Gastbeitrag “Teachdifferent – Filmprojekt: Revolution im Klassenzimmer!” behandelt das Thema „Schule damals und heute“, das in Form eines Videos von Schülerinnen und Schüler und Lehrenden der VS 22 Schukowitzgasse präsentiert wird.

 

Praktische Vorschläge, um neuen Technologien in den Unterricht zu integrieren

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