Sicherheitsrisiken bei Facebook & Co.

19. Januar 2016 /

Kids Blog: SICHERHEITSRISIKEN BEI FACEBOOK & CO.; https://www.sicherdigital.de/infos-fuer-jugendliche/soziale-netzwerke-sicherheitsrisiken-jugendlicheDas Anmelden geht schnell, das Posten von Beiträgen und das Hochladen von Fotos noch schneller. Doch welche Risiken bestehen für Dich, wenn Du Dich in sozialen Netzwerken wie Facebook, Google Plus und Twitter bewegst?

Soziale Netzwerke sind erfolgreich. Alleine Facebook zählte Ende März 2015 weltweit rund 1,44 Milliarden Nutzer. Zur gleichen Zeit hatte Twitter monatlich mehr als 300 Millionen aktive Nutzer. Warum also auf soziale Netzwerke verzichten, wenn so viele Menschen den Diensten vertrauen?

Ein Foto der letzten feuchtfröhlichen Party. Ein Hinweis, dass Du in den nächsten zwei Wochen in Urlaub bist. Oder dem guten Freund über Facebook oder Google Plus eine sehr private Mail schicken. Schnell können aus einer schönen Idee Risiken entstehen. Deswegen solltest Du Dir bewusst machen, was Du in sozialen Netzwerken tust und welche Risiken Du dabei eingehst.

Risiken in sozialen Netzwerken
Es lauern auch die bekannten Gefahren aus dem Internet. Von 100 Posts bei Twitter ist schätzungsweise einer Spam oder bösartig; unter 60 veröffentlichten Nachrichten in Facebook findet sich einmal Spam oder ein infektiöses Schadprogramm. Jeden Monat sind rund 22.000 Malware-Dateien im Umlauf. Sicherheitsexperten von Kaspersky stellen fest, dass mehr als ein Viertel der vom eigenen Lab weltweit identifizierten Phishing-Angriffe auf soziale Netzwerke abzielten.

Verzichten muss nicht sein, aber Du musst Dir bewusst machen, welche Gefahren in sozialen Netzwerken lauern und wie Du die Gefahren verringern kannst.

Offenlegung privater Informationen

  • In sozialen Netzwerken gibst Du E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Hobby und Vorlieben an. Diese Daten nehmen Firmen gern, um dich mit Werbung zu bombardieren.
  • Die Voreinstellungen zum Schutz der Privatsphäre sind bei Eröffnung eines Accounts oft nicht ausreichend. Alle Daten sind dann automatisch für alle Nutzer des sozialen Netzwerks sichtbar. Suchmaschinen finden sogar Auszüge der Profile, was sie allen Internetnutzern weltweit zugänglich macht.
  • Im Bewerbungsprozess ist nicht ausgeschlossen, dass Arbeitgeber soziale Netzwerke nutzen, um Informationen über potentielle Mitarbeiter herauszufinden. Freizügige Fotos oder verfängliche Äußerungen werden da schnell zu einem Ausschlusskriterium. Auch Vermieter oder Versicherungen könnten an bestimmten Informationen interessiert sein.
  • Informationen, Texte und insbesondere Bilder werden häufig von Privatpersonen auch außerhalb der Netzwerke auf dem eigenen Computer archiviert. So können Daten plötzlich auf anderen Seiten im Internet auftauchen oder für andere Zwecke missbraucht werden – auch nachdem diese vermeintlich aus dem sozialen Netzwerk gelöscht wurden.

Identitätsdiebstahl mit Phishing: Zugangsdaten ungewollt preisgeben

  • Über gefälschte Webseiten versuchen Betrüger an Deine Zugangsdaten für soziale Netzwerke heranzukommen. Über Links in einer E-Mail führen die Betrüger Dich auf eine Seite, die der des sozialen Netzwerks täuschend ähnlich sieht. Loggst Du Dich dort ein, können die Betrüger Deinen Nutzernamen und Dein Passwort abfischen.
  • Mit diesen Angaben haben sie dann vollen Zugriff auf Deinen Account. Das heißt: Sie können alle Daten – auch die vermeintlich für die Öffentlichkeit verborgenen – einsehen und ändern, Nachrichten verschicken und chatten. Deine Freunde merken davon nichts und denken, alle Änderungen und Nachrichten kämen von Dir.
  • Oftmals täuschen diese Hacker nach Übernahme eines Accounts eine Notsituation vor und bitten die vernetzten Freunde um finanzielle Hilfe. „Unechte“ Profile werden zunehmend dazu genutzt, Personen zu schaden: Diebe können so zum Beispiel ausspionieren, wann jemand im Urlaub ist und die Wohnung leer steht.

Verbreitung von Schadsoftware über Webseiten

  • Auch in sozialen Netzwerken verschicken Betrüger Nachrichten, die einen Link auf manipulierte Webseiten enthalten. Gehst Du auf diese Seiten, fängst Du Dir unter Umständen Schadprogramme ein. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Wurm „Koobface“, der unter anderem über Facebook und MySpace verbreitet wurde.
  • Einige soziale Netzwerke bieten Zusatzanwendungen an, die Du Deinem Profil hinzufügen kannst. Ein Beispiel dafür sind Mini-Spiele, die Du auch vernetzt mit anderen Nutzern spielen kannst. Diese Anwendungen stammen meist von Drittanbietern, deren Sicherheitsstandards das soziale Netzwerk nicht überprüft. Auf diese Weise verbreiten Betrüger Schadprogramme.

Mobbing

  • Durch soziale Netzwerke kann sich Mobbing schnell weit verbreiten. Personen werden bewusst aus Freundesgruppen ausgeschlossen. Oder ihre digitalen Pinnwände werden mit Beleidigungen bombardiert. So genannte „Cyberstalker“ legen sich „unechte“ Profile an, in denen sie sich als eine reale oder fiktive andere Person ausgeben. So belästigen sie anonym andere Personen, ohne erkannt zu werden.

Der Original-Beitrag stammt von sicherdigital.de.

Verfasst von
Sie ist Jugendschutzbeauftragte von T-Mobile und verantwortet den gesamten Kids Blog.

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