Fünf Ideen für QR-Codes im Sprachunterricht

28. April 2017 /

QR-Codes eignen sich hervorragend für den Sprachunterricht. Wer Mobiles Lernen mit Tablets und Smartphones praktiziert, kann bestätigen, dass sie nicht nur für effiziente Arbeitsabläufe, sondern auch für motivierende Lernstunden sorgen. Sie bringen Abwechslung und Methodenvielfalt in den Unterricht, und ermöglichen individuelle Lernprozesse. Nur wie damit beginnen? Und wie konkret einsetzen? Hier sind 5 Vorschläge, die gleich ausprobiert werden können!

Lehrende brauchen:

  • Inhalte (Text, Links), die Schülerinnen und Schüler mit dem Handy/Tablet abrufen sollen
  • Eine App oder Webseite zur Erstellung eines QR-Codes, wie z. B. diese Website
  • Eine App zum Scannen, z. B. wie Qrafter oder QR Code reader (beide kostenlos)

 

Die Schülerinnen und Schüler benötigen:

  • Eine App zum Scannen, z. B. wie Qrafter oder QR Code reader (beide kostenlos)
  • Smartphone oder Tablet (vorzugsweise mit Internetzugang)

 

Idee Nr. 1 – Schnitzeljagd

Hinweise hinter QR-Codes “verstecken”, dann ausdrucken und aufkleben. Kinder/Jugendliche scannen einen Code, dann finden die Antwort heraus. Sie werden zum nächsten Hinweis geführt, bis sie alle Hinweise gefunden und gelöst haben. In der Praxis könnte dies so aussehen: Lateinische „Schatzsuche“. Tipp: Actionbound nutzen, um QR-Code-Rallyes durchzuführen.

Idee Nr. 2 – Differenziertes Lernen mit QR-Codes

Schülerinnen und Schüler wählen ihre Lernaktivität selbst indem sie plakatierte QR-Codes im Klassenzimmer scannen. Auf diese Weise können sie im eigenen Tempo und Rhythmus arbeiten und bei Bedarf Übungen wiederholen. Hier kann die Lehrperson individuell Hilfe leisten und einen Überblick bekommen, wo mehr oder weniger Unterstützung benötigt wird. Beispiele von Blätter, die in der Klasse an verschiedenen Orten aufgehängt werden können:

 

Tipp 1: Viele Webtools generieren QR-Codes automatisch, z. B. Learningapps.org – ein Beispiel
Tipp 2: Arbeitsblätter mit QR-Codes gestalten. Aufbau von Arbeitsblättern 

Idee Nr. 3 – Mal den QR-Code

Eine tolle Idee für eine spannende Stunde bietet die Plattform „Mal den Code“ (Pädagogische Hochschule Schwyz). Schülerinnen und Schüler bekommen Fragen, die sie beantworten sollen. Je nachdem, wie sie antworten, sollen bestimmte Zahlen angemalt werden. Wenn sie damit fertig sind, entsteht ein QR-Code, der wiederum gescannt werden kann. Ein Beispiel für eine Unterrichtssequenz:

 

Idee Nr. 4 – Korrekturhilfen mit QR-Codes

Deutschsprachige Lehrende, die durch Twitter vernetzt sind, haben eine Initiative ins Leben gerufen – die Korrekturseite. Die Idee: In korrigierten Klassenarbeiten auf zielgerichtete Übungen durch QR-Codes verweisen. Eine Sammlung von Übungen und Erklärungen wird kollaborativ und auf freiwilliger Basis erstellt. Die Vorgehensweise: Eine Liste von Korrekturhilfen anlegen und QR-Codes für diese erstellen. Bei Fehlern an Arbeitsblätter mit diesen Hilfen vermerken. Die Schülerinnen und Schüler scannen die jeweiligen Codes und finden rasch Hilfe. Hier sind einige Beispiele:

Idee Nr. 5 – Plakat oder Merkblatt mit Lernressourcen

Viele Lehrende nutzen QR-Codes auf Merkblätter. Hier ist ein Beispiel für ein Blatt, das in der Klasse aufgehängt werden kann. Weitere Ideen: Bilder, Anleitungen, Rätsel, Lernspiele, Lexika, Online-Wörterbücher, Apps, Lernvideos, Klasseninformationen.

QR-Codes Poster
Ja, QR-Codes sind leicht zu erstellen und zu nutzen, sind vielzeitig und können auf vielfältige Weise im Sprachunterricht verwendet werden. Warum nicht gleich morgen damit beginnen?

Weiterführende Links:

Verfasst von
Alicia Bankhofer ist Native Speaker Teacher und Englisch- sowie IKT-Lehrerin in der Sekundarstufe l in Wien. In ihrer Rolle als eLearning-Koordinatorin an der RGORG Anton-Krieger-Gasse ist sie auf Mobiles Lernen, Flipped Learning sowie Game-Based-Learning spezialisiert, wo sie besonders an der Förderung von Kreativität, Kollaboration und Kommunikation in personalisierten Lernszenarien arbeitet. Seit September 2016 ist sie im Projektteam: „Ö1 macht Schule“ an der Pädagogischen Hochschule Wien.

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