Mit Mystery Skype grenzenlose Freundschaften knüpfen

03. Februar 2017 /
Mystery Skype verbindet über Ländergrenzen hinweg Schülerinnen und Schüler. Haben Sie schon einmal von Mystery Skype gehört? Mit diesem Begriff ist eine spannende, kommunikative Unterrichtsstunde gemeint, in der Schülerinnen und Schüler aus der eigenen Klasse sich mit jenen in einer anderen Klasse irgendwo auf der Welt per Skype verbinden. Das “Geheimnis” daran ist, dass die Schülerinnen und Schüler beider Klassen durch Fragenstellen erraten sollten, wo die anderen sich befinden. Klingt kompliziert? Ist es nicht. Mit ein bisschen Vorbereitung kann es gut gelingen!


Wann und mit welchen Zielen?

Eine Stunde mit Mystery Skype eignet sich hervorragend im Sprachunterricht, in Geografie oder im Rahmen eines Projektes durchgeführt werden. Um das Ziel zu erreichen müssen die Lernenden das Rätsel durch logisches Denken lösen und als Team zusammenarbeiten. Sie müssen herausfinden, welche Fragen zu welchem Ergebnis führen und das (meist) in einer Fremdsprache! Der Erwerb von sozialen, kommunikativen sowie kollaborativen Kompetenzen ist vorprogrammiert. Und außerdem macht es Spaß.


Eine Klasse finden – wie? Mit Mystery Skype.

  1. Ein Nutzerprofil unter education.microsoft.com erstellen
  2. Im Bereich „Skype in the Classroom” den Unterpunkt “Mystery Skype” aufrufen, dort sind Ressourcen und Anleitungen zu finden
  3. Die gewünschten Filter im Suchfeld einsetzen. Tipp: Es ist ratsam eine Region auszuwählen, wo der Zeitunterschied nicht zu groß ist.
  4. Kontakt mit der Lehrperson aufnehmen “Für Mystery Skype anfragen”, Wunschtermine angeben, warten auf die Rückmeldung.
Page. Mystery Skype

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Twitteranfrage Mystery Skype
Als Alternative kann über Twitter oder Facebook mittels Hashtag #MysterySkype eine Anfrage gesendet werden.


Vor der Stunde

  1. Die Klasse auf die Stunde vorbereiten. Je nach Altersstufe Beispielfragen ausdrucken und/oder ein Arbeitsblatt vorbereiten. Viele Lehrpersonen bereiten Kärtchen für das Signalisieren von “richtig” und “falsch” vor.
  2. Die Ausstattung testen. Laptop mit dem Beamer verbinden. Ton und Bild kontrollieren.
  3. Standort in Skype “verstecken” oder absichtlich falsch angeben, damit den Standort nicht vom Display abgelesen werden kann (Profil bearbeiten >> Land/Region ändern)
  4. Einen Testanruf mit der Lehrperson einen Tag vorher durchführen um den Ablauf zu klären.

Mystery Skype Time!

  1. Ablauf erklären, Anweisungen geben, z. B. “Nicht auf Deutsch sprechen”.
  2. Arbeitsblätter, Signal- und Fragekärtchen austeilen. Rollen vergeben.
  3. Lernende setzen sich in einem Sitzkreis vor dem Bildschirm. Jede/r weiß, was er/sie machen soll – Forscher mit Google Earth oder mit dem Atlas. Begrüßende üben ihre Sätze.
  4. Sich mit der anderen Klasse verbinden und los geht’s!

Tipps

  1. Rollen vorher mit den Schülerinnen und Schüler besprechen, damit es ihnen klar ist, was von ihnen erwartet wird. Auf diese Weise können Schülerinnen und Schüler sich auf ihre Aufgabe konzentrieren.
  2. Während des Rätselspiels sich nur bei Bedarf einmischen, um Hinweise zu geben.
  3. Wenn beide Klassen die Standorte erraten haben, können allgemein Fragen über die jeweilige Schule, Klasse, oder über das Land oder der Stadt gestellt werden.


Ergebnisse

  1. Förderung des interkulturellen Lernens
  2. Entwicklung analytischer Denkkompetenzen
  3. Erwerb kommunikativer und kollaborativer Kompetenzen
  4. Die Erfahrung zeigt, dass am Ende den Ratevorgangs beide Lerngruppen begeistert von dieser Art des „Kennenlernens“ sind. Länderübergreifende Freundschaften sind nicht ausgeschlossen, eher wahrscheinlich.

 

Mystery Skype-Session

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Mystery Skype: Connecting Classrooms Around The World

Video (1:58) Englisch. Link

Ressourcen

Verfasst von
Alicia Bankhofer ist Native Speaker Teacher und Englisch- sowie IKT-Lehrerin in der Sekundarstufe l in Wien. In ihrer Rolle als eLearning-Koordinatorin an der RGORG Anton-Krieger-Gasse ist sie auf Mobiles Lernen, Flipped Learning sowie Game-Based-Learning spezialisiert, wo sie besonders an der Förderung von Kreativität, Kollaboration und Kommunikation in personalisierten Lernszenarien arbeitet. Seit September 2016 ist sie im Projektteam: „Ö1 macht Schule“ an der Pädagogischen Hochschule Wien.

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