Finanzielle Kompetenz bei Kindern und Jugendlichen stärken

21. April 2017 /
Money CC0, pixabay.com, by Alexas_Fotos

Immer mehr finanzielle Alltags-TO-DO’s sind rund um die Uhr mit unterschiedlichen Online-Diensten oder Apps machbar. Gerade für Jugendliche der „Always-On-Generation“ ist es selbstverständlich, auch finanzielle Angelegenheiten rein virtuell durchzuführen.

Sicherheitsrisiken, Kosten- und Schuldenfallen werden dabei allzu oft übersehen, obwohl sie enorme finanzielle Folgen nach sich ziehen können! Dennoch bietet die Online-Welt auch viele Möglichkeiten, seine finanzielle Kompetenz zu stärken.

Wir stellen einen Rundumblick möglicher Fallen und gewinnbringender Dienste, Tools sowie Angebote zu Schulden-Prävention im Netz vor:

Kostenkontrolle durch Haushaltsapps

Durch die Virtualisierung des Geldes ist der Wert des Geldes nicht so leicht abschätzbar wie bei der Barzahlung. Daher sollte man stets auch online den finanziellen Überblick bewahren. Optimal hierfür eignen sich Haushaltsapps.

Tipp: Haushaltsbuch 2.0 – 5 Apps, die beim Sparen helfen.

Nachlesen im Haushaltsbuch 2.0

MMobile banking Schuldenobile- oder Online-Banking

Bei beinahe allen Konten ist es mittlerweile auch möglich seine Bankgeschäfte online abzuwickeln. So kann man rund um die Uhr seinen Kontostand einsehen, Überweisungen durchführen oder Daueraufträge abschließen. Mithilfe entsprechender Apps für Smartphones und Tablets steigert sich auch die mobile Durchführung von Bankgeschäften. Zur sicheren Abwicklung dieser werden in der Regel eigene PINs und Codes (z. B. SMS-TANs) für jede Durchführung benötigt.

Was ist „Geld und so“

Auf der Seite „Geld und so“ gibt es laut Eigendefinition alles was man über Geld und so wissen will. In einfacher,  jugendnaher Sprache werden in kurzen Beiträgen Fragen wie „Was ist eine Aktie?“, „Was kostet ein Auto?“ oder „Macht Geld glücklich?“ beantwortet. Zudem bietet die Webseite kurze Selbsttests, Quizzes oder Erklärvideos. Im Bereich „Schulpaket“ finden Lehrer/innen und Eltern zahlreiche Materialien und Informationen zur Vermittlung finanzieller Kompetenzen.

FLIP – Erste financial life park

Das FLiP ist ein innovativer, interaktiver Vermittlungsort für digitale Kompetenzen am Campus der Erste Bank in Wien. Auf drei Stockwerken verteilt bietet das FLiP interaktive Ausstellungsfläche mit verschiedenen Themenstationen, eine Bibliothek sowie einen Seminar- und Workshopraum. Für Schülergruppen ab 10 Jahren werden kostenlos zweistündige Touren zur Förderung der finanziellen Eigenverantwortung von Jugendlichen angeboten. Auf der Webseite befinden sich zusätzlich zahlreiche Materialien für den Unterricht.

AWS – Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Schule

Die Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Schule (AWS) ist eine Initiative der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und dem Österreichischem Sparkassenverband. Auf der Webseite finden sich zahlreiche Materialien, Videos sowie Informationen für den Unterricht.

CURE runners

CURE Runners - Schulden vermeiden?

CURE Runners

Cure runners ist eine Spiele-App für Android– und iOS-Geräte. Der Spieler muss, um auf einer vergifteten Insel zu überleben das notwendige Cure laufend sammeln und gut einteilen. Dieses Cure wird auf der Insel auch als Währung, mit der man alles Notwendige erwerben kann, eingesetzt. Bei dieser aus Österreich stammenden App lernen die Jugendlichen nebenbei spielerisch den Umgang mit Geld. Die App ist kostenlos und ohne Werbung.

Phishing im Bankbereich

Phishing beschreibt kriminelle Handlungen bei denen versucht wird, über gefälschte Webseiten oder E-Mails an persönliche Daten eines Internet-Benutzers – zum Beispiel an die Zugangsdaten zum Online-Kontodienst – zu gelangen. Ziel dieses Betrugs ist es, mit den erhaltenen Daten beispielsweise Geld vom Konto zu plündern oder den entsprechenden Personen zu schaden.

Tipp: Was kann man gegen Phishing tun?

„Vermeintliche „Gratis“-Angebote, Phishing-E-Mails, gefälschte Gewinnbenachrichtigungen, Lösegeld-Trojaner, unsichere Facebook-Apps, Mehrwert-SMS-Abofallen u.v.m. – die Bandbreite für möglichen Internet-Betrug ist groß. Und auch wenn die Tricks der Betrüger/innen im Prinzip immer dieselben bleiben, fallen unbedarfte Internetnutzer/innen auf immer wieder neue, kreative Lockangebote herein.“

Quelle und nachzulesen in: Internet-Betrug

Verfasst von
Stefan Schmid ist ausgebildete Lehrkraft im Fachbereich Information und Kommunikation und Mitbegründer der Initiative Flipped Classroom Austria. Als Hochschullehrkraft und Vortragender beschäftigt er sich mit eDidaktik, eLearning sowie Financial literacy an unterschiedlichen Hochschulen sowie für Banken, NPOs, Kammern sowie in der Lehrkräftefortbildung.

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