Ein neues digitales Schuljahr? Ein bekannter Mythos?

01. September 2017 /

Ein neues digitales Schuljahr? Ein bekannter Mythos? So ein neues Schuljahr knüpft an eine schöne (lange) Ferienzeit an. Für mich als Blogschreiber ist das eine Zeit des „Findens“ – ganz zwecklos und ohne jeden zeitlichen Druck. Ich wollte auch reflektieren, was ich so oft höre: „Unterrichten mit digitalen Medien kostet mehr Zeit“. Ein Mythos oder schlichte Wahrheit?

JEDE Unterrichtsvorbereitung, wenn sie seriös sein soll, kostet Zeit. Doch in den Diskussionen höre ich immer wieder, dass auch im digitalen Zeitalter Pädagog/innen ALLEINE ihren Unterricht vorbereiten, zwar das Internet „googeln“ aber die Fundstücke wieder verlieren bzw. nicht teilen. Muss das sein? Geht hier nicht wertvolle Zeit verloren?

Drei  Themenbereiche sollen Sie ermutigen, ab nun vernetzt miteinander zu arbeiten. Von einer Community bekommt man viel, klarerweise muss man in eine Community auch etwas einbringen. Meine persönliche Auswahl:

  • Fundstücke (ohne Aufwand) im Schuljahr wiederfinden

Diigo im Schuljahr nutzenIch verwende DIIGO zum Sammeln von Links. Diigo (keine Installation auf dem Device notwendig) lässt sich perfekt beschlagworten, in Themenbereiche gliedern, Highlighten, mit Anhängen versehen u.a.

Doch der entscheidende Vorteil liegt darin, dass ich jeden Link teilen kann. So habe ich z.B. verschiedene Zielgruppen, mit denen ich meine Fundstücke teilen kann. Das spart Arbeit für meine Gruppenmitglieder. Sie sehen immer die Neuigkeiten. Diigo kann so z.B. für jeden Unterrichtsgegenstand eingerichtet werden.

Fundstücke, für die ich momentan keine Zeit habe mit Bildern ablegen

Dazu verwende ich vor allem Pocket. Bei Pocket  finde ich die Anordnung sehr elegant und als visueller Typ schätze ich die Bilder, die mir schneller sagen, was dahintersteckt. Mit einem Klick auf den Link, dann noch taggen und das Fundstück ist für späteres Lesen vorbereitet. Die Gliederung nach Artikel, Bild, Video und Tag erleichtert das Suchen. Im ganzen Schuljahr fallen so viele Links an, die nicht immer vor Ort gelesen und bearbeitet werden können.

Pocket im Schuljahr nutzen

  • Warum immer jedes Arbeitsblatt neu gestalten?

Die Bildungsserver sind voll von brauchbaren Arbeitsblättern. Gehen Sie einmal die Bildungsserver der Bundesländer, der Pädagogischen Hochschulen oder auch grenzüberschreitend durch. Sie werden stauen. Drei Beispiele: Schule.at, Lehrer Online  (Deutschland) und die Bildungsserver in Österreich unterstützen meine Aussage.

Burgenland Bildungsserver 
Kärnter Bildungs- und Kulturserver 
Niederösterreichischer Bildungsatlas 
Education Highway Oberösterreich 
Salzburger Bildungsservice 
Tiroler Bildungsservice 
Vorarlberger Bildungsserver 
Wiener Bildungsserver

Schule.at

Darf ich alles wiederverwenden? Dabei hilft Ihnen OER über das Schuljahr hinweg.

Mit dem dritten Tipp zeige ich Ihnen einen weiteren Weg, OHNE zusätzlichen Aufwand Materialen anderer Pädagog/innen zu nutzen. Sie müssen sich nur sehr strikt an die Spielregeln von Creative Commons (CC) halten. Diese Regeln sind ja sowieso Basics im Unterricht, wenn es um Urheberrechte bzw. deren Verletzung geht. Lehrer online

 

Einige OER-Angebote:

  • Virtuelle PH: Link
  • OER-Musik: Musik ist immer ein heikles Thema
  • LearningSnacks: Link
  • WIKI: Probieren Sie auch ein Wiki aus. Im Zum-WIKI sind fertige Unterrichtssequenzen, so wie hier zu finden.
  • Ein Video zu OER
Deutsch-Lern-Lehr-Wiki

Deutsch-Lern-Lehr-Wiki

Sie können auch gerne  in meinem Deutsch-Lern-Lehr-Wiki stöbern und finden alle Materialien zum Deutschlernen für Migrant/innen, mitentwickelt vom BMB.

 

Noch immer am Mythos hängend, dass die Vorbereitung für einen digitalen Unterricht SO VIEL MEHR Zeit im Schuljahr kostet?

Ja, dann nutzen Sie die vielen Tipps und Tricks, die in dem 0676-Kids-Blog jeden Freitag erscheinen (dieser Blog, den Sie gerade lesen). Sie können alle Materialien im Unterricht einsetzen.

Mein Tipp: Überschreiten Sie den Rubikon von „Not invented here“ zu „Connected Learning“. Bei allem Neuen startet man immer als Lehrling und wird bald zum Meister. Viel Erfolg.

Verfasst von
Paul Kral ist Projektleiter von Connected Kids und ist maßgeblich am Erfolg der T-Mobile-Initiative beteiligt.

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