Digitale Portfolios organisieren

23. September 2016 /
digitale portfolios

Digitale Portfolios

Am Beginn des Schuljahres haben Lehrer und Lehrerinnen viele Pläne, gute Intentionen, diverse Ideen, zahlreiche Ziele – auch für digitale Portfolios. Diejenigen, die mit digitalen Tools gerne und viel arbeiten, machen sich natürlich Gedanken darüber, welche Tools sie für welche Lerngruppe einsetzen wollen. Immerhin verfolgen sie das Ziel, das Lernen bestmöglich zu unterstützen. Der Einsatz von Lerntechnologien hat viel Potenzial, den Unterricht zu bereichern und die Abläufe im Klassenzimmer zu erleichtern. In diesem Schuljahr sollen Schülerinnen und Schüler digitale Lerntagebücher führen, damit sie lernen, darüber zu reflektieren und individuell arbeiten zu können.

 Was ist ein Portfolio?

Unter einem “Portfolio” versteht man eine Sammlung von Dokumenten oder Medien. In der Regel präsentiert ein Portfolio einen Überblick über eine Person, ein Projekt, ein Produkt oder ein Thema. Meist kann eine gewisse Entwicklung erkannt werden; die “schönsten” oder “besten“ Ergebnisse oder Arbeitsbeispiele können begutachtet werden. Im schulischen Kontext kann ein Portfolio dazu dienen, Lernprodukte zu sammeln und zu organisieren. Am Ende des Jahres ist der Lernfortschritt sichtbar ist und kann feierlich präsentiert werden. Diese können zur Leistungsbeurteilung herangezogen werden oder als Teil einer Bewerbungsmappe verwendet werden.


Warum Digitale Portfolios?

Im Gegensatz zu Printversionen können digitale oder ePortfolios zusätzlich zum Text multimediale Inhalte wie Hyperlinks, Videos oder interaktive Webelemente enthalten. Auch ist es leicht die Inhalte zu aktualisieren oder zu teilen. Mit einer web-basierten Anwendung hat man auch den Vorteil, jederzeit auf die Inhalte zuzugreifen.

Warum Evernote?

„Meine Anforderungen“ an einer Anwendung für Digitale Portfolios sind klar. Ich möchte Aufgaben vergeben, Materialien zur Verfügung stellen, Abgaben wieder einsammeln und archivieren. Darüber hinaus sollen die Medienkompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Sie sollen lernen, mit cloud-basierten Anwendungen umzugehen um ihre Unterlagen digital zu organisieren. Sind die Lerner jünger, verfügen über keine hohen technischen Skills, ist besonders wichtig, leicht Erlernbares auszuwählen. Da hat sich Evernote aus der Toolbox als Option angeboten. Viele Lehrer und Lehrerinnen – aber auch Menschen in Büros und Management –    haben weltweit schon gute Erfahrungen mit Evernote gesammelt.

Funktionen von Evernote

  • Evernote kann in einem Browser, am Desktop oder Laptop oder mobil verwendet werden.
  • Inhalte wie Text, Bild, Links, oder To-Do Listen werden im Editor-Fenster – in einer Notiz – eingegeben, sofort in die Cloud gespeichert und synchronisiert.
  • Notizen werden in Notizbücher organisiert. Inhalte können leicht über das Suchfeld oder Schlagwörter gefunden werden. Notizen und Notizbücher können per Link oder in der App geteilt werden.
  • Zusätzliche Funktionen in der kostenlosen Version sind Audionotizen, Erinnerungen, Tabellen.
  • Im Workchat können Kurznachrichten versendet werden.

Portfolio-Workflow

Empfehlenswert für Lehrer und Lehrerinnen ist, ein Notizbuch (z. B. Englisch 1B) zu erstellen, in dem Lernunterlagen und -aufgaben als Notizen gespeichert werden. Dieses Notizbuch kann in der Folge mit Schülerinnen und Schülern geteilt werden. Die Lernenden erstellen dann in der eigenen Anwendung ein Notizbuch mit ihrem Namen, das wieder mit den Lehrer und Lehrerinnen geteilt werden soll – Inhalte sind somit sofort abrufbar.

Ein Erklärvideo für die Einführung in einer Klasse:


Vorteile von Evernote als Portfoliolösung?

  • kostenlos
  • PC, Web oder Mobil
  • fördert Medienkompetenzen
  • geordnete Struktur
  • leichte Lernkurve
  • Inhalte leicht mit anderen zu teilen oder privat zu halten

Alternative Lösungen wären:

 

Weiterführende Links

Verfasst von
Alicia Bankhofer ist Native Speaker Teacher und Englisch- sowie IKT-Lehrerin in der Sekundarstufe l in Wien. In ihrer Rolle als eLearning-Koordinatorin an der RGORG Anton-Krieger-Gasse ist sie auf Mobiles Lernen, Flipped Learning sowie Game-Based-Learning spezialisiert, wo sie besonders an der Förderung von Kreativität, Kollaboration und Kommunikation in personalisierten Lernszenarien arbeitet. Seit September 2016 ist sie im Projektteam: „Ö1 macht Schule“ an der Pädagogischen Hochschule Wien.

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.