6 falsche Mythen über Online-Unterricht

22. Mai 2015 /

In den letzten Jahren wird Online-Unterricht immer häufiger genutzt. Indem traditionelle Präsenzveranstaltungen mit Formen von E-Learning verknüpft werden (Blended Learning) oder in eigenständigen E-Learning-Kursen.

online KurseIm Gegensatz zum immer häufigerem Einsatz dieser Unterrichtsform stehen die Vorurteile mit denen Online-Kurse zu kämpfen haben. Denn die folgenden falschen Mythen des Online-Unterrichts treffen nur auf schlecht gemachte Kurse zu.

1. In Online-Kursen entstehen keine tragfähigen Beziehungen

Eine der wichtigsten Aspekte im Unterricht oder in Weiterbildungen sind die Menschen, die man dabei kennen lernt. Die Beziehungen zu Kollegen oder Fachexperten die man beim miteinander Lernen aufbaut. Viele vermuten, dass das in Online-Kursen nicht funktioniert, da man keinen “realen” Raum miteinander teilt.

Das stimmt nicht. Die selben Teilnehmer nehmen an verschieden Kursen, Gruppenprojekten, Diskussionen und anderen online-basierten Aktivitäten gemeinsam teil. Möglicherweise ist es notwendig, auf die anderen zuzugehen, um sie kennen zu lernen. Aber es ist durchaus möglich, tragfähigen Beziehungen im Online-Unterricht zu entwickeln.

2. In Online-Kursen kann leichter geschummelt werden

Eine der größten Vorbehalte gegenüber Online-Kursen, vor allem von Lehrenden, besteht in der fairen Benotung. Die Teilnehmer können in den meisten Teilen der Online-Kurse unabhängig arbeiten. Daher stellt sich immer wieder die Frage, ob die Schüler schummeln oder das System in einer anderen Form aushebeln können.

Dieses Fragen stellen sich jedoch in jeder Form von Unterricht. Die Entwickler von Online-Kursen haben verschiedenen Lösungen entwickelt, um mit dieser Herausforderung umzugehen, beispielsweise Plagiats-Check, Systeme die Tests überwachen (von denen einige Webcams beinhalten) und synchrone Diskussionssysteme.

3. In Online-Kursen wird nur Fachliteratur gelesen

Weil sich die Teilnehmer jederzeit in den Online-Kurs einloggen können um Aufgaben zu machen, glauben viele, dass Online-Kurse vor allem aus dem Lesen von Vorträgen, Büchern und Artikeln bestehen. Online-Lernen beinhaltet oft viel Lesen, aber die guten Online-Kurse umfassen auch Diskussionen, Multimedia-Präsentationen, Projekte und Aufgaben. Sie funktionieren also wie traditionelle Klassen.

4. In Online-Kursen kann man sich leichter “verstecken”

Wenn man an einem Online-Kurs teilnimmt, sitzt man mit den Kollegen nicht in einem gemeinsamen Klassenzimmer. Daher wird oft vermutet, dass man sich in Online-Kursen leichter “verstecken” und “durchschummeln” kann. Das ist nicht immer der Fall. Online- Diskussionen können beispielsweise ein wichtiger Teil des Kurses sein und einen bedeutenden Teil der Beurteilung ausmachen.

5. Online-Kurse sind nur etwas für Leute, die sich sehr gut mit Computern auskennen

Online-Kurse sind benutzerfreundlich konzipiert und die meisten E-Learning-Plattformen sind sehr intuitiv und einfach zu bedienen. Es werden auch eine Reihe von Trainings für die verschiedenen E-Learning-Plattformen angeboten. Abgesehen davon braucht man nur grundlegende Kenntnisse in Textverarbeitungsprogrammen wie Word.

6. Für Online-Kurse braucht man weniger Zeit als für “normale” Kurse

Online-Kurse sparen Zeit – man muss nicht zur Schule oder einem anderen Kursort fahren. Aber der Online-Kurs benötigt genau so viel Zeit wie ein “traditioneller” Kurs. Lesen oder Vorträge anhören, an einer Diskussion teilnehmen und Aufgaben erarbeiten braucht online genau so viel Zeit wie im Klassenzimmer.

Online-Kurse sind “traditionellen” Kursen in vieler Hinsicht ähnlich. Der Unterschied besteht in der Online-Vermittlung der Inhalte. Es zahlt sich also aus, diese Kursform auszuprobieren.

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